Dienstag, 6. Mai 2014

Architektengespräch

Puuuhhh, wir sind durch - und leider etwas Enttäuscht!

Heute am 06.05. hatten wir unseren lang ersehnten Architektentermin in unserem Allkauf Musterhaus. Unser Verkaufsberater war auch mit dabei.

Zuvor...


Im Vorhinein gab es bereite E-Mail Verkehr mit der für uns zuständigen Architektin.
Dort bat man uns event. Änderungswünsche schon mal mitzuteilen damit diese Berücksichtigt werden können.

Also machte ich mich fein säuberlich an´s Werk um die kleineren Änderungen aufzuschreiben, Skizzen anzufertigen und teilweise sogar 3D ähnliche Zeichnungen auszuarbeiten.
Ich schickte das ganze an unsere Architektin inkl. den weiteren geforderten Informationen und wartete mit Vorfreude auf den Termin.

Das Gespräch


Wir hatten natürlich eine gewisse Vorstellung entwickelt, wie so ein Gespräch ablaufen würde.
Das die Architektin anhand unserer Vorarbeit vorbereitet ist, auf unsere Bedürfnisse eingeht und versucht diese zu realisieren ...

Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es sich um unserer subjektive Meinung handelt und wir von vielen anderen Allkauf Bauherren von positiveren Erlebnissen beim Archtitektengespräch gehört haben! Daher bitte nicht falsch verstehen ...

Leider verlief das Gespräch anders als wir es uns erhofft hatten.
Nach unserem Empfinden kam die Architektin bereits leicht gestresst an und hatte sich unsere Wünsche auch scheinbar noch nicht so genau angeschaut.
Kein Problem, gehen wir sie einfach zusammen noch mal durch ...

Bei vielen unserer Wünsche war es nun leider so, dass diese angeblich nicht realisiert werden können.
Wobei wir unserer Meinung nach keine utopischen Ideen oder Wünsche hatten. 
Uns begleitete leider das Gefühl, als wolle man dieses Gespräch möglichst schnell und ohne viel Aufwand hinter sich bringen.

Beispiele unserer Wünsche:

  • ein langes schmales Fenster über Eck in der Küche, so wie man es oft bei modernen Häusern sieht -> Aussage: So ein Fenster haben wir nicht im Programm und können wir auch nicht beschaffen.
  • dann haben wir uns auf ein langes Fenster an der Frontseite und ein kleines an der Seite geeinigt. Nun wollten wir aber gerne das Fenster an der Front durchgängig und nicht zu öffnen haben -> Aussage: So ein Fenster haben wir auch nicht im Programm.
  • mir war es ein Herzenswunsch im Eingangsbereich mein Meerwasseraquarium in die Wand zu integrieren. Daher in der Wand zwischen HWR und Flur eine Öffnung von 120x40cm vorzusehen -> Aussage: Das ist eine tragende Wand die bereits ab Werk einseitige Beplankt ist, hier geht so etwas wohl nicht (weil sie bereits beplankt ist).
  • im OG haben wir in allen Räumen bodentiefe Fenster, so sollte es auch im Badezimmer sein. -> Aussage: Das geht leider nicht, da das Fenster im Badezimmer ein Fluchtfenster sein muss und daher nicht bodentief (wegen der Brüstung) sein darf. Auch ein geteiltes bodentiefes mit festem Element unten kommt nicht in Frage. Auf die Frage warum das bei anderen Häusern die bereits gebaut wurden möglich ist gab es die Antwort: Das ist eine rechtliche Auflage an die sich die Architekten derer Häuser wohl nicht gehalten haben.
  • Zum Schluss gab es dann noch das Problem mit dem Kaminzug. Die Standardpläne berücksichtigen scheinbar nur selten einen Kaminzug (so wurde es uns gesagt). Im EG war alles kein Problem, nur im OG käme der Kaminzug in unserem Fall mitten auf dem eh schon kleinen Flur raus. Wir haben wirklich fast eine Stunde versucht diesen Kaminzug sinnvoll zu platzieren, am Ende flog er aus der Planung raus...

Nach ca. 4 Stunden war die Planung dann soweit durch und wir sind wieder nach Hause gefahren.

Wie ging es weiter

Einige Tage später bekamen wir dann die ersten Abzüge der Pläne.
Auch bei der weiteren Bearbeitung und Finalisierung der Pläne war das Architektenbüro sehr engeragiert bei der Sache und Änderungen wurden schnellst möglich umgesetzt. nach 3 bis 4 Runden war alles i.O..

Die Korrespondenz zwischen Vermesser und Architekt funktionierte soweit ich das beurteilen konnte recht gut. Etwas negativ aufgestoßen ist uns, dass in unserem Fall scheinbar genau ein Bauzeichner und unsere Architektin für die Unterlagen zuständig ist. Ist der Bauzeichner mal im Urlaub oder unsere Architektin auf einer Tagung, mussten wir warten ...


Der finale Bauantrag inkl. aller Anlagen erreichte uns dann einige Wochen später per Post und wir reichten diesen beim Bauamt ein. 5-fach Ausfertigung - ole :-)
Beanstandungen seitens des Bauamtes gab es keine. Unterlagen sind vollständig und werden nun geprüft ...



Etwas merkwürdig fanden wir, dass erst nach Erstellung des Bauantrags alles an Allkauf zur technischen Prüfung geht. Im Rahmen der Überprüfung musste der Dachüberstand an der Traufe vergrößert werden und ich musste die entsprechenden Pläne erneut beim Bauamt einreichen.
Ich denke hier besteht ggf. prozessualer Optimierungsbedarf bei Allkauf.

Die notwendige Statik und der EnEV kamen einige Tage später hinterher...

Bis jetzt lief ja nun wirklich alles sehr vorbildlich bei Allkauf ab, aber an dieser Stelle würde ich wohl den ersten kleinen Minuspunkt vergeben!

Nun warten wir auf die Baugenehmigung!